Mit dem dritten Rang am Grand Final in Beijing 2011 erzielte die 30-jährige Melanie Annaheim das bislang beste Resultat in der Karriere.
Damit zeigte Annaheim im vorolympischen Jahr, dass sie mit den weltbesten Athletinnen über die Olympische Distanz mithalten kann. «Das war das beste Rennen meiner Karriere.» Die Saison 2011 begonnen hatte sie im April mit dem Weltcup im Mooloolaba (AUS). Allerdings verlief dieses Rennen nicht wie erhofft, sie beendete den Wettkampf auf dem enttäuschenden 24. Platz. Nach Rang 27 in WM-Serie in Sydney absolvierte Melanie Annaheim im Juni die zwei Rennen in Madrid (20.) und in Kitzbühel (16.), sowie die EM in Pontevedra. In Madrid war sie mit ihrer Leistung nicht zufrieden, in Kitzbühel probierte sie dann im Laufen etwas Neues: Sie konnte in den ersten zwei Runden das Tempo der Top-Athletinnen halten. «Ich glaube, ich habe einen wichtigen Schlüssel gefunden, um das nächste Türchen zu öffnen! Eine Art Click-Erfahrung!», schrieb sie auf ihrem Blog über ihre Leistung. Annaheim war dann sehr gespannt auf die EM in Pontevedra, wegen einer allergischen Reaktion auf einen Bienenstich musste sie das Rennen in Spanien aber aufgeben.
Nach der WM Serie in Hamburg (14.) fand im August die Hauptprobe in London 2012 statt. Auch hier sollte Melanie Annaheim eine schlechte Erfahrung erleben. «Am Olympic-Testevent hatte ich bereits im Schwimmen kalt und konnte so im ganzen Rennen meine Leistung nicht abrufen. Ein enttäuschender 31. Rang war die Folge.»
Der Vizeweltmeistertitel im Team-Sprint in Lausanne war eine der guten Erinnerungen an die Saison 2011. «Ich war das erste Mal dabei und hatte als Start-Athletin enormen Druck. Diesen Druck konnte ich jedoch in positive Energie umwandeln und das Rennen meines Lebens zeigen», erklärte Melanie Annaheim auf ihrem Blog. Am Grand Final der WM Serie in Beijing konnte sie nachdoppeln und sich im Kampf um Rang drei durchsetzen: «In der letzten Kurve positionierte ich mich gut, auf den letzten 200 Metern griff ich dann an.» Der Angriff reichte aus, um die Konkurrentinnen zu distanzieren und hinter Hewitt sowie Jenkins als Dritte über die Ziellinie zu laufen.
Momentan bereitet sich Melanie Annaheim in La Réunion vor. «Ich bin seit November hier, der tägliche Sonnenschein sorgt für warme Temperaturen. Perfekt also, um viel und hart zu trainieren! Im März beginnt die Saison in Australien, danach geht es nach Japan und Ende April komme ich zurück nach Europa. Dort mache ich dann nochmals zwei Höhentrainingslager vor den Spielen.» Melanie Annaheim wird in der Saison 2012 eine von vielen Athletinnen sein, die fähig sind, Topklassierungen zu erreichen.